Marly Straub

Ökumenischer Erlebnistag von Samstag, 10. November 2018

2018 212 —  ök. Erlebnistag 2018<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-herrliberg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>30</div><div class='bid' style='display:none;'>3473</div><div class='usr' style='display:none;'>21</div>

Ein Anlass zu Gunsten der Stiftung Lighthouse Zürich
Marly Straub,
Woran mag es wohl liegen, dass die Tischreihen leerer als gewohnt waren? An der Überflutung der Herrliberger Bevölkerung durch Anlässe, am samstäglichen Einkaufsbummel, an Mangel an Solidarität mit Betroffenen, welche dank Palliativ Care im Zürcher Lighthouse ein ihren Lebensumständen entsprechendes Endzuhause finden oder gar einer Abneigung gegen kirchliches Geschehen. Schade, findet sich doch eine ganze Gruppierung freiwillig Arbeitender verschiedenster Vereine und der reformierten wie katholischen Kirche zu diesem Anlass zusammen, um ihn zu gestalten und ein ihm vielfältiges Gesicht zu geben; für Kinder bis zu Betagten. Der Anlass dient einem guten Zweck: in diesem Jahr, dem Zürcher Lighthouse, welches 2018 sein dreissig jähriges Bestehen feiert. Eindrucksvoll schildert Nationalrat Hans Peter Portmann die Gründung der Stiftung, als vor dreissig Jahren sich Aids epidemisch ausbreitete und daran Erkrankte teils in Spitälern aus Angst vor Ansteckung keinen Platz fanden. Der Satz „mit dem ersten Atemzug nach der Geburt rückt das Sterben näher“ mag als Binsenwahrheit abgetan werden und doch gibt er zu denken. Wer stirbt schon gerne? Wer hat nicht unterschwellig oder vielleicht ganz offensichtlich Angst vor dem Sterben. Sterben ist ein Tabuthema, solange es einen nicht betrifft. Was ist, wenn die Diagnose unheilbar krank zu sein, einen trifft. Dann sieht wohl alles ganz anders aus. Plötzlich ist man dankbar für Unterstützung verschiedenster Art im pflegerischen wie im mentalen Bereich. Dass das Lighthouse-Markenzeichen des Teddybären aus San Franzisco stammt, war wohl den wenigsten Teilnehmenden bekannt. Der ökumenische Gottesdienst mit Gemeindeleiterin Petra Leist und dem reformierten Pfarrer Alexander Heit war der Völkerverbundenheit gewidmet. In Anlehnung an die Geschichte des Turmbaus zu Babel werden gleichlautende Gebete auf diversen Sprachen gelesen. Es soll wohl zeigen, dass wir Christen - wenn auch kulturell und sprachlich anders entwickelt und erzogen - am gleichen Strick ziehen sollen. Auch Juden, Moslem und andere Religionen sollten verstanden und nicht ausgeschlossen werden.

Der Aufwand mit Postenlauf, Basteln und Clown war gross, um auch Kindern den Anlass schmackhaft zu machen. Kürbissuppe wie auch das Lasagne, vom Kochteam zubereitet, waren wohlschmeckend. Es blieben grössere Mengen übrig. Die Verkaufsstände blieben nahezu voll. Nochmals schade, denn die Einnahmen für das Zürcher Lighthouse werden dadurch dezimiert
Bereitgestellt: 10.11.2018     Besuche: 49 Monat 
aktualisiert mit kirchenweb.ch